Einmalhandschuhe - Lieferzeiten und Preise steigen

In den letzten Wochen haben sich die Preise für Einmalhandschuhe mehr als verdreifacht. Vereinzelte Preissteigerungen bis zu 600 Prozent sind keine Seltenheit. Die massenhaften Bestellungen aus China und USA, coronabedingte Ausfälle in der Logistikkette sowie bereits ausgeschöpfte Produktionskapazitäten führen zu starker Lieferbegrenzung und Verknappung. Auch der Rohstoff für die Artikel, wie etwa Latex aus Rohkautschuk, sei natürlich begrenzt.

Die Nachfrage nach Einmalhandschuhe steigt weiter

Waren es zu Beginn der Corona-Krise die Atemschutzmasken, bei denen es zu deutlichen Engpässen und einem starken Preisanstieg gekommen ist, so sind es nun die Einmalhandschuhe. Im Vergleich zu den Masken gibt es hier keine „Ausweichprodukte“ wie zum Beispiel Schals oder selbst genähte Masken.
Der Sprecher des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed), Manfred Beeres sagte: “Einzelne Händler haben uns mitgeteilt, dass die Versorgungslage und Preisentwicklung bei Einmalhandschuhen dramatisch sei”. Der Verband geht von kommenden Preisen aus, die deutlich höher liegen im Vergleich zu den Normalpreisen. Zurzeit wird eine Packung mit 100 Einmalhandschuhen für über 15,00 € gehandelt, Prognosen zufolge weiter steigend.

"Monopol"-Produktion der Einmalhandschuhe in Südostasien

Einmalhandschuhe sind ein komplexes Produktionsthema und werden hauptsächlich in Südostasien produziert, sagt Thomas Simonis, Bereichsleiter Marketing und Unternehmenskommunikation bei Nordwest Dental. „Die Preise ziehen deutlich an“.
„Als Grund [für die steigenden Preise] wird hier händlerseitig immer wieder genannt, dass die hierfür erforderlichen Rohstoffe auf dem asiatischen Markt limitiert sind“, erklärt Sprecher Schütz vom DRK.
Wie sich die Lage in der nächsten Zeit entwickelt, ist ungewiss. Experten rechnen mit dem Beginn der Erholung des Marktes zwischen Mitte 2021 und Anfang 2022. Jedoch wird die Erholung und damit die Senkung der Preise auf „Normalzustand“ nur sehr langsam erfolgen, da den asiatischen Produzenten ihr weltweiter Einfluss und die Abhängigkeit vor Augen geführt wurde und sie diese „Monopol“-Stellung ausschöpfen werden.
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Welche Arten von Einmalhandschuhen gibt es?

Einmalhandschuhe lassen sich in Vinyl-, Latex- und Nitrilhandschuhe unterteilen.

Was sind Vinylhandschuhe?

- Vinylhandschuhe werden aus PVC hergestellt.
- Sie sind beständig gegen Öle, Fette, Säuren und Laugen, jedoch nicht gegen Lösungsmittel und Ketone.
- Von den drei verschiedenen Materialien ist Vinyl das schwächste Material.
- Vinylhandschuhe sind eine ausgezeichnete Alternative bei Allergien.

 

Was sind Latexhandschuhe?

- Latexhandschuhe werden aus Naturkautschuk hergestellt.
- Sie fühlen sich deutlich bequemer im Vergleich zu den Vinylhandschuhen an.
- Sie bieten einen guten Schutz gegen die Übertragung von Bakterien und Viren, sollten jedoch nicht in Kombination mit Öl und Fett verwendet werden.
- Der große Nachteil ist, dass sie für Latexallergiker nicht geeignet sind.

 

Was sind Nitrilhandschuhe?

- Nitrilhandschuhe sind aus synthetischem Kautschuk.
- Sie eignen sich gut für Latexallergiker.
- Nitrilhandschuhe sind gegen Öle, Fette und Spritzer bestimmter Chemikalien beständig, jedoch nicht gegen Ketone, oxidierende Säuren und Stickstoff.
- Sie sind reißfest und stärker als Latex- und Vinylhandschuhe und eignen sich daher für den wiederholten Gebrauch.
- Gleichzeitig sind Nitrilhandschuhe elastischer und deutlich resistenter.

Was sind die Vor- und Nachteile der 3 Varianten von Einmalhandschuhen?

Vinylhandschuhe

Vinylhandschuhe bieten geringeren Schutz als Latex- oder Nitrilhandschuhe. Sie sind weniger dehnbar und weniger reißfest. Daher sind sie die kostengünstigste Alternative der drei Materialien.
Da sie über ein weiches Material verfügen und nur für einen kurzen Kontakt mit Laugen und Säuren geeignet sind, werden sie hauptsächlich in der Pflege benutzt. Des Weiteren werden Vinylhandschuhe gerne in Privathaushalten, Friseursalons und in der Industrie genutzt.
In der Lebensmittelbranche sollten sie zuvor spezielle Tests durchlaufen haben, um eine Lebensmittelunbedenklichkeits-Erklärung vorweisen zu können. Erst dann sind Vinylhandschuhe für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln tatsächlich geeignet.

 

Latexhandschuhe

Der Latexhandschuh ist der klassische Einmalhandschuh, der vom Nitrilhandschuh verdrängt wurde. Latexhandschuhe werden in gepuderte und puderfreie Latexhandschuhe unterteilt.
Gepuderte Latexhandschuhe lassen sich leichter an- und ausziehen, da sie weniger stark an der Haut haften. In der Regel werden puderfreie Latexhandschuhe aufgrund der geringeren Anzahl an Latexproteine bevorzugt. Die Latexproteine erhöhen das Risiko einer Latexallergie.
Latexhandschuhe sind enorm dehnbar und bieten somit einen guten Schutz bei gleichzeitig angenehmen Tragekomfort.
Sie werden vor allem im medizinischen Bereich, in der Pflege, in der Gastronomie, in der Kosmetikbranche und im handwerklichen Sektor eingesetzt.

 

Nitrilhandschuhe

Nitrilhandschuhe haben es geschafft, den Latexhandschuhen der Rang des beliebtesten Einmalhandschuhs abzunehmen.
Der größte Vorteil, im Gegensatz zum Latexhandschuh, ist, dass bei Nitrilhandschuhen keine Latexallergie ausgelöst werden kann. Zusätzlich haben sie eine gute Widerstandsfähigkeit, wodurch sie guten Schutz gegenüber vielen Ölen und Chemikalien bieten und auch für Laborarbeiten geeignet sind.
Darüber hinaus sind Nitrilhandschuhe sehr reißfest und ermöglichen ein sehr gutes Tastempfinden.
Nitrilhandschuhe werden ebenfalls wie Latexhandschuhe im Medizinsektor, in der Gastronomie, in der Kosmetikbranche sowie auch bei handwerklichen Arbeiten eingesetzt.

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